KfW-Programme unterstützen notwendige
Anpassung der Wohnungsbestände
Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund hat das von Bundesregierung
und KfW Förderbank veröffentlichte Konzept zur Förderung von
Modernisierungsmaßnahmen für Wohngebäude begrüßt. Die Programme unterstützen
durch attraktive Konditionen die notwendigen Anpassungen der
Wohnungsbestände an die gegenwärtige Marktsituation.
Die Programme sind deutlicher als bisher voneinander abgegrenzt. Die
Zinskonditionen haben sich verbessert. Somit wird der Anreiz, die
zinsgünstigen Kredite zu nutzen, erhöht.
KfW-Wohneigentumsprogramm
Der Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum wird unabhängig vom Einkommen
mit zins-günstigen Darlehen in Höhe von bis zu 30 Prozent der angemessenen
Gesamtkosten, höchstens jedoch mit 100.000 Euro, unterstützt. Berücksichtigt
werden die Kosten des Baugrundstücks, die Bau- und Nebenkosten sowie die
Kosten für Außenanlagen bzw. bei Erwerb der Kaufpreis, Kaufpreisnebenkosten
und Kosten für Modernisierungs-, Instandsetzungs- und Umbaumaßnahmen.
Konditionen des Programms sind eine Laufzeit bis zu 30 Jahren, davon
mindestens ein Jahr und höchstens fünf Jahre tilgungsfrei, und ein fester
Zinssatz für 5 oder 10 Jahre.
Mit dem
KfW-Tilgungsrechner
(http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Service/Tilgungsre80/Annuitten.jsp)
kann die persönliche Belastung ermittelt werden.
C02-Modernisierungsprogramm für
Altbauten bis 1983
Die Reduktion des CO2-Ausstoßes muss künftig mindestens 40 kg pro
Quadratmeter betragen. Damit werden besondere Anreize für die effiziente
energetische Modernisierung gesetzt. Besonders gut ist, dass der
Förderhöchstbetrag deutlich erhöht wurde und nun 50.000 Euro je Wohneinheit
zur Verfügung stehen. Dies erleichtert die Nutzung der zinsgünstigen
Kredite, da der KfW-Kredit häufig für die Gesamtmaßnahme ausreichen wird. Es
ist in vielen Fällen keine Kombination mit anderen Krediten mehr
erforderlich. Mit der Erhöhung des Förderhöchstbetrages besteht außerdem die
Möglichkeit, höhere Standards zu erzielen.
Mit der Beibehaltung der Maßnahmenpakete bleibt das Programm weiterhin etwas
kompliziert. Hier sind bestimmt in Zukunft noch Vereinfachungen möglich.
Sinnvoll wäre es zum Beispiel, bei Erreichen bestimmter Kennwerte NACH der
Sanierung, einen Tilgungszuschuss als "Belohnung" zu gewähren.
Der Einsatzbereich des Programms wurde erweitert: Künftig sind nicht mehr
wie bisher nur Wohngebäude im engeren Sinn förderfähig, sondern auch
Wohnheime, Alten- und Pflegeheime.
Wohnraum modernisieren
Die gleiche Höchstgrenze gilt auch bei ÖKO-plus-Maßnahmen aus dem Programm
"Wohnraum modernisieren", das für Energie sparende Maßnahmen eingesetzt
wird, sofern die hohen Standards für das CO2-Modernisierungsprogramm durch
Einzelmaßnahmen nicht erreicht werden können. Der Einsatzbereich der
ÖKO-plus-Maßnahmen wurde um Erneuerung der Fenster, Austausch von Einzelöfen
und Nachtspeicheröfen erweitert.
Es werden
weiterhin in diesem Programm alle Modernisierungs- und
Instandsetzungsmaßnahmen gefördert, z. B. auch Balkonanbau oder
Baderneuerung. Bei STANDARD-Maßnahmen bleibt es bei dem Förderhöchstbetrag
von 100.000 Euro pro Wohneinheit.
Ökologisch bauen (Neubau)
Dieses Programm
unterstützt den Neubau von besonders Energie sparenden Gebäuden, das sind
Energiesparhäuser mit einem Primärenergiebedarf von 40 oder 60 kwh/m2 und
Jahr sowie Passivhäuser. Auch der Einbau von Techniken zur Nutzung von
erneuerbaren Energien wird gefördert.
Leicht zu
merken: Alle Maßnahmen, die mit dem Energie sparen zu tun haben, werden bis
zu 50.000 Euro je Wohneinheit mit zinsgünstigen Krediten unterstützt.
Die seit 1.
Februar 2006 geltenden Zinssätze sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
Beispiel:
Darlehen mit 20
Jahren Laufzeit, drei tilgungsfreien Anlaufjahren, zehn Jahren Zinsbindung.
|
Programm/ Variante |
Auszahlungs- kurs in % |
Zins satz Kunde nom. in % p.a. |
Zins satz Kunde eff. in % p.a. |
bisheriger Zinssatz Kunde eff. in % p.a. |
|
KfW-CO2
-
Gebäudesanierungsprogramm |
100
|
1,00 |
1,00 |
1,81 |
|
Wohnraum modernisieren |
|
ÖKO-PLUS |
100
|
2,00 |
2,02 |
3,37 |
|
STANDARD |
96
|
2,75 |
3,32 |
3,79 |
|
Ökologisch bauen |
|
ESH
40/Passivhaus |
100
|
1,00 |
1,00 |
3,00 |
|
ESH
60/Heizung |
96
|
2,00 |
2,54 |
3,42 |
Quelle:
www.kfw.de,
9.2.2006
Weitere Informationen können Sie bitte den Internetseiten der KfW Förderbank
entnehmen. Die
Berater/-innen des Infocenters der KfW-Förderbank sind unter der
Servicenummer 01801 335577 (zum Ortstarif) montags bis freitags, jeweils von
7:30 Uhr bis 18:30 Uhr erreichbar.
(http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Bauen_Wohnen_Energiesparen/index.jsp)
Die Anträge auf
die KfW-Fördermittel müssen die Bauherren weiterhin bei ihrer Hausbank
stellen. Die Förderkredite lassen sich mit anderen Förderprogrammen der
Länder kombinieren, soweit die Gesamtsumme der Förderung nicht das
Investitionsvolumen übersteigt.
Bitte beachten Sie deshalb auch den Förderrechner unter
www.baufoerderer.de.
Dort können die Förderinformationen der KfW mit den jeweiligen
Länderprogrammen passend für das jeweilige Projekt durch Eingabe der
persönlichen Rahmenbedingungen dargestellt werden.